Die Liebe...

...ist für mich eines der intensivesten Gefühle überhaupt im Leben. Egal in welche Richtung es geht. Sie wird meist über allem gestellt, sonst ist es wieder ein anderes Gefühl, aber nicht die Liebe.

Das Wort wird ja auch sehr vielseitig benutzt. Manche Lieben Dinge, andere wieder Zustände, Situationen. Seine Familie liebt man, oder auch nicht, je nachdem.

Dann gibt es noch die Liebe für den Partner. Und jedesmal ist es ein anderes Liebesempfinden, bei einem anderen Partner, auch wenn sie einem alles auf der Welt bedeuten, wenn sie ihre Zeit miteinander verbringen dürfen. Selbst an einem Partner wechselt die Gefühlsprozedur. Einfluss darauf hat die eigene und auch die Stimmungslage des anderen; das Umfeld, sogar Wetter und Naturzustand, auch ob es Tag oder Nacht ist. Man fühlt andauernd anders.

Gefühlswechsel haben seine Vor- und Nachteile. Sie lassen das Leben nicht trivial wirken, können aber Harmonie stark ins schwanken bringen und sogar zerstören. Gemeinschaftliches wird damit oftmals schneller getrennt. Es trägt natürlich dann auch bei, ob man besser zuhören kann, abwesend ist. Genauso wieder auf der anderen Seite, ob man dies dann wiederum versteht oder akzeptiert.

Mir persönlich gibt die Liebe viel und nimmt wiederum auch sehr sehr viel. Meine Erfahrungen mit der Liebe brachten eigentlich immer starke Gegensätze mit sich. Je mehr man liebt, desto mehr Schmerz erleidet man damit. Aber eigentlich von dem her nachvollziehbar: Je mehr man etwas liebt, umso weniger kann man davon loslassen. Es ist verdammt hart, loszulassen. Besonders, wenn man sich im klaren darüber sein muss, dass es endgültig ist.

Die einfachste Art die Liebe in vollen Zügen genießen zu können ist, einfach nicht nachzudenken sich von Gefühlen leiten lassen, glücklich sein. Leider klappt dies nunmal nie durchweg, weil einfach zuviele Faktoren mit reinspielen. Eine perfekte Lösung wird es nie geben, man kann sich da noch so sehr den Kopf darüber zerbrechen, bringt sowieso nichts. Liebe ist gefühlssache und nicht Logik!

Umso schwerer alles zu vereinfachen, macht es die Eifersucht und Sehnsucht, eine meiner größten Leidwesen auf meinen Lebenswegen. Wenn es mir zuviel wird, suche ich Abstand, bekomme ich ihn auch nur ein bisschen zur Verfügung, will ich ihn nicht mehr, da mich dann die Sehnsucht quält. Eigentlich irre, aber was will man gegen seine Gefühle machen, die sind da und nicht abzustellen. Man ist wie man ist.

Von Treue halte ich sehr viel und ist bei mir sehr wichtig in der Liebe. Verzeihen kann man nur durch viel reden und Verständnis. Ich denke jeder macht mal Fehler, wer weiss in was für einer Situation selbst ich mich mit meiner Treueeinstellung mal nicht zurückhalten werde. Ich hoffe ich werde es nie erleben. Ehrlichkeit und Wahrheit sind damit sehr stark verbunden. Auch der einzige Weg einen "Verstoss" zu klären. Im ungewissen lassen könnte vielleicht was bringen, kommt aber eh immer ans Tageslicht.

Vertrauen wird damit natürlich auch gestärkt, wenn da nicht noch die Eifersucht wäre. Sie kann das Vertrauen mit einem Schlag beiseite drängen und die tollsten Fantasien anregen. Es wird meist aber dann vom Partner ins lächerliche gezogen und lässt es somit mehr schmerzen. Es verärgert, bestärkt es dadurch eher, als abklingen zu lassen. Aber wiederum eine ganz normale Reaktion des Partners, da er die Fantasiegänge nicht nachvollziehen kann und alles sowieso ganz anders sieht.

Wieviel jeder auf die Liebe setzt, ist ja jedem selbst überlassen. Ob man auch noch an die wahre Liebe glaubt, ebenso.Wahre Liebe kann ich in Worten nur so erklären, dass ich für eine Person mehr empfinde, als für alles andere auf dieser Welt und mich nichts anderes in so ein Glücksgefühl bringen kann als schon die alleinige Anwesenheit. Und wenn man diese Liebe verliert stirbt das Herz mit.